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KEIICHIRO SHIBUYA _ 渋谷慶一郎氏への質問状

  • by C.EM
  • juillet 2nd, 2014

_ 渋谷慶一郎氏への質問状

Keiichiro Shibuya, Interview, Tokyo, Paris,photo credit Kenshu Shintsubo

 

1/パリのパレ・ド・トーキョーにおける杉本博司氏の個展オープニングのための

「コンサート・プロジェクション」製作の過程についてご説明いただけますか

 

杉本さんが劇場の映像バージョンを先に制作して、その映像に対して作曲しました。

映像のMov dataを音というかノイズに変換したものを作り、それが通奏低音のように

曲の全体を通じて鳴っています。杉本さんのアイディアでオリヴィエ・メシアンの

「世の終わりのための四重奏曲」からいくつかの和音が引用されています。

 

2/ テクノロジーはますます存在感を示しています ご自身の作品においてはテクノロジーをどのように活用していらっしゃるのでしょうか

 

音色を作ること。作曲すること。曲を編集すること。全てにです。

ピアノを弾くときにもコンピュータで音色を作っていることの影響はあります。

 

3/ あなたが企画を立てるとき その企画と 古典音楽の楽器やテクノロジーとのバランスとは何でしょう そしてそれはどのように進化するのでしょう

 

バランスを取る必要はありません。

ある音楽が浮かんだときに既に、楽器かコンピュータかといった使うメディアは決まっています。個人的にはピアノとコンピュータをミックスするのはすごく難しいと思います。

同時にそれが今の自分のスタイルだという気持ちもあります。

2014年10月にシャトレ座でのソロコンサートではその最も進化したかたちが出来ればと思っています。

 

4/ テクノロジーによって 音楽やデザイン 現代美術の繋がりはますます明白になっていますが このことについてどう思われますか また ご自身の作品においては この繋がりをどのように定義されますか

 

その繋がりが指すものはテクノロジーの小型化、つまりパーソナルテクノロジーということだ

と思うのですが、それ自体は新しい概念、出来事ではありません。

ただ、それによって音楽家ではない人間、例えば美術家が音楽の原理とは別のビジュアルな原

理で音楽を作ることが一般的になったのはすごく大きな転換だったと思います。

僕はインスタレーションも作りますが、実際の音の有無はともかくとして音が発想やコンセプ

トの元になっています。なので音、聴覚からビジュアルを見ていますし、発想します。

そして環境をコンポジションする、という意識が強いです。

作曲という意識でビジュアルを含んだものを作る、というアーティストはそれほど多くない

です。

同時にこれは僕の特徴でもあるので、美術的な活動をするときほど自分が音楽家であることを

強く意識します。

 

5/ 2013年のオペラ「THE END」は これらの分野と結合している最も代表的な作品と言えるのでしょうか

 

あの作品はオペラを人間を使わないで作ったらどうなるか、というのが最初のコンセプトです。

なので現代美術的なアプローチは特に意識していません。あくまでも音楽内の発想で作ってい

ます。しかし、古典的な意味でのハーモニーは限りなくシンプルで音色の層は限りなく複雑に

なっています。

同時にあのオペラには1ページも楽譜がありません。

全て最初からコンピュータにプログラミングしていったのです。

そういう意味ではあれはテクノロジーがなければ出来なかったオペラだったと思います。

KEIICHIRO SHIBUYA

  • by C.EM
  • juin 27th, 2014

 An Interview with Mr Keiichiro Shibuya

Keiichiro Shibuya, Interview, Tokyo, Paris, photo credit Kenshu Shintsubo

Paris-Tokyo, June23rd 2014, (by E-mail).

C : Could you please explain your process of work on this “Concert-Projection” for the opening of the exhibition of Mr Hiroshi Sugimoto at the Palais de Tokyo, in Paris?

Keiichiro Shibuya : Mr Sugimoto first created the video for the theatre and then I composed on the images of the video. I converted Mov data of the video into a sort of noises or sounds and made it basso continuo resounded through the entire music.
A few chords have been taken from Quatuor pour la Fin du Temps by Olivier Messiaen in Mr Sugimoto’s idea.

C : What did you learn from your work with Mr Hiroshi Sugimoto?

K.S. : He is clear to what he focuses on and he is very stern to make sure about to whom and how his work is transmitted. Simultaneously he thoroughly pursued to reach the completion of the work as a craftwork.
I was influenced by his attitude with bird’s eye view of the balance of these two sides.

C : Technology is more and more present. How do you use it in your personal work?

K.S. : I put technology to practical use in all, such as making sounds, composing, editing songs. The impact of making the sound on the computer influences even when I play the piano.

C : What is the balance between « classic music » with instruments and technology when you start a project? And how does it evolve?

I don’t think the balance is always necessary.
I know for sure which media such as a computer or instruments, I will use for a new project, when some music come to my mind. I personally think to mix the computer and the piano is very difficult and this separation is my style now.
I expect to show the most evolved form, in a solo concert, at the Théâtre du Châtelet, in Paris, in October 2014.

C : Because of technology the link between music, design and contemporary art is more obvious. What do you think of it and how do you define it in your personal work?

I think the link you mean in the question is so called miniaturization of technology, that is a personal technology, but it is not a new concept.
However those who are not musicians but artists such as illustrators or painters have begun making music based on not a musical but a visual principle. This tendency has become common and it is a great transformation.
I also create installation, but the sound has become a source of ideas and concepts setting aside from the presence or absence of actual sound.
So I see a visual from sounds, from hearing, and then I conceive of my idea. And I consciously compose the environment.
Not so many artists create visuals with the sense of composition. As this is also a feature of me, I feel the strongest awareness that I AM a musician in artistic activities.

C : Is your opera, “The End” (2013), the most representative work that associate these fields?

The first concept of that work is what will happen if we make an opera with no human beings in it. So I did not particularly had conscious of a modern artistic approach.
The opus was rigidly created as music. However, the harmony has become infinitely simple and the layers of tone have become as complex as possible in the classical sense.
Also there is no paper score in that opera. It’s all begun to programming the computer from the beginning.
In that sense I think it was the opera that could not be with no technology.

His music label : atak

A special thank you, to Mrs Yukiko Takahashi, for her help with the translation Japanese-English.

Interview mit Kangding Ray

  • by C.EM
  • avril 4th, 2014

Paris, den 5.Februar 2014 (über Skype)
Anlässlich der Veröffentlichung seines neuen Album « Solens Arc », können Sie ein Interview von David Letellier a.k.a. Kangding Ray entdecken.

Mit « Amber Decay » der ersten Single aus Ihrem neuen Album « Solens Arc » zitieren Sie Noam Chomsky : « It only makes sense to seek out and identify structures of authority, hierarchy and domination in every aspect of life, and to challenge them ; unless a justification for them can be given, they are illegitimate, and should be dismantled, to increase the scope of human freedom. »
(« Chomsky on Anarchism » (AK presse), PARTIE 7: « Anarchism, Marxism, and hope for the future » (1995))

C : Was haben Sie dazu sich gebracht für die Arbeiten von Noam Chomsky zu interessieren ?

KR : Ich habe mich nicht von Noam Chomsky inspirieren lassen um das Stück zu machen, dieser Verweis ist einfach später gekommen, um den Sinn des Videos zu illustrieren. Das Video handelt vom Thema der Ästhetik, der Ordnung und zeigt wie Unterdrückungssystemen die Schönheit von Serialität produzieren können. Es gibt zwei Leseniveaus: das ästhetische Niveau welches die geometrische Abstraktion von Körpern in perfekt synchronisierter Bewegung ist, und das versteckte Niveau, das eigentlich die politische Unterdrückung ist. Die Bilder sind aus dem Arirang entnommen: einer riesigen Vorstellung von synchronisiertem Tanz und Gymnastik die jedes Jahr in Nord-Korea stattfindet. Aber das Video ist keine spezifische Kritik des nordkoreanischen politischen Systems, es hat eine breitere Bedeutung, die man auf alle Kontrollsysteme der Massen anwenden kann, gleich ob diese politisch oder medial sind.

C : Ich habe den Eindruck dass die USA eine Quelle der Inspiration sind (das ist in Ihrem Werk präsent), ich denke zum Beispiel an « Pruitt Igoe »?

KR : Der Zufall will, dass « Pruitt Igoe »in den USA war, aber die Ideen des architektonische Modernismus, dessen Ende er gekennzeichnet hat, sind überall in der Welt erprobt worden.
Die Tatsache, dass dieses Projekt in den USA verwirklicht wurde, war vielleicht eine Art Katalysator, um ein noch spektakuläreres Ende zu schaffen, und vor allem ein viel heftigeres. Aber auch hier kann man einen globaleren Ausdruck finden, eine Parallele zwischen der theoretischen Schönheit der modernistischen Ideale und dem faschistischen und totalitären Charakter, den diese Bewegung manchmal getragen hat.

« Pruitt Igoe » war eine sehr große Einheit von Sozialwohnungen, eine in Saint-Louis, Missouri, gebaute neue Stadt, als eine ideale Stadt nach dem Vorgaben des Modernismus von Le Corbusier, wie viele andere Grobprojekte nach dem Krieg. Das Projekt wurde von dem Architekten Yamasaki entwickelt, der später das World Trade Center baute, dessen die spektakuläres Ende man kennt. Die Grundidee war sehr positiv und optimistisch, mit vielen Gemeinschaftsräumen und Grünflächen, und einer großen sozialen und Rassenmischung.

Kurz nach der Eröffnung, wurde der Ort eine Hölle, die Kriminalität stieg schwindelerregend an , die Gemeinschaftsflächen wurden unbrauchbar und gefährlich, und nach ein paar Jahren, waren alle weißen Mieter geflohen. Die Stadt wurde schließlich in den frühen 70er Jahren abgerissen, als die meisten Gebäude schon seit Jahren verlassen waren. Man kann die unglaublichen Bilder dieser leeren Gebäude in dem Film “Koyaanisqatsi” von Godfrey Reggio sehen.
Der schnelle und heftige Verfall dieses Projektes wurde dann als das Ende der modernen Epoche in der Architektur und als das Signal für den Anfang der post-modernen Ära gesehen.

C : Dass jeder seinen Platz mit gleichen Rechten und Pflichten findet, das ist eine Utopie, oder ?

KR : Ich bin nicht sicher, ob Noam Chomsky genau dies ausdrucken will, ich bin kein Spezialist für Chomsky und ich kenne nicht sein gesamtes Werk aber er interessiert mich besonders für seine Äußerungen zum Anarchismus, der freiwilligen Unterwerfung und der künstlichen Schaffung einer Autorität durch die Einrichtung eines kontrollierten “Star-Systems”.
Um auf Ihre Frage zurückzukommen, jede Utopie ist meiner Meinung nach gut, und die Tatsache, dass eine Idee zu gut ist um realisierbar zu sein, macht sie noch stärker. Die Ideen, die es sich lohnt zu verfolgen, sind meistens die Ideen, die noch nicht realisiert sind, und vor allem diejenigen, die als nicht realisierbar betrachtet werden.

C : Haben Sie Ihren Platz oder mindestens ein Gleichgewicht gefunden, und vielleicht haben Sie diese Gleichheit Ihrer Rechte und Ihrer Verantwortung in Deutschland leichter gefunden als in Frankreich?

KR : Ich mache keine Apologie des deutschen Systems, es hat seine Stärken und Schwächen, und übrigens kann man die Situation in Berlin nicht für ganz Deutschland verallgemeinern, die meisten Leute sind sich darüber einig dass Berlin nicht wirklich Deutschland ist. Ich habe mein Gleichgewicht in dieser Stadt gefunden, der Rhythmus und der Lebensstil passen zu mir. Die Situation als Ausländer ist ziemlich bequem, da man nicht reagieren muss und nicht ständig jeder täglichen Polemik Position beziehen muss, , man kann sich als “Outsider” platzieren, und sich Zeit nehmen und die Situation aus der Weite abschätzen. Hier können die Sachen etwas langsamer sein, etwas provinzieller und vor allem weniger angespannt, weniger konzentriert auf das Tagesgeschehen.

C : Es gibt viele französische Künstler in Berlin.

KR : Ja und es gibt viele Gründe dafür, ich glaube nicht, dass die politischen Gründe hauptsächlich sind.

C : In Berlin gibt es eine Freiheit und eine Leichtigkeit für das künstlerische Schaffen.

KR : Das ist sicher. Aber man muss doch klar sagen, dass es vor allem wirtschaftliche Gründe sind, die diesen Kontext schaffen. Es ist die Leichtigkeit in Berlin Räume zu finden, Wohnungen zu finden und mit wenig zu leben, die es erlaubt, dass man länger ein Künstlerleben leben kann, als anderswo. Man ist weniger mit dem Überleben beschäftigt. Und das ist der große Unterschied.

C : Ist für Sie die soziale und politische Funktion der Musik wichtig ?

KR : Ja unbedingt, das ist sogar ausschlaggebend. Aber über die Musik als künstlerische Praxis, sind die Zusammenhänge, in denen hinaus sie gespielt, vorgestellt und getanzt wird wichtig. Die Orte des Zusammenfindens und insbesondere die Clubs der elektronischen Musik, schaffen autonome, temporäre Zonen mit ihren eigenen Regeln, die für eine bestimmte Zeit erlauben von den äußerlichen öffentlichen Räumen zu abstrahieren, die immer kontrollierter, videoüberwachter und privatisierter zu sein scheinen.

C : Das findet in den Clubs besonders statt.

KR : Der Club ist einer der letzten Räume der wirklichen Freiheit, in dem die Privatisierung, die Videoüberwachung und die soziale Eigenüberwachung nicht mehr so fasst. Das Beispiel des « Berghain » in Berlin, wo fast alles erlaubt ist , außer Fotos zu machen, beweist dass die wahre Freiheit ist zu tun was Sie wollen unter Achtung der Anderen, ohne automatisch gefilmt, fotografiert und auf Facebook gepostet zu werden. Draußen wird die kleinste Abweichung gefilmt, kommentiert, On-line gelegt und dann auf Basis, von steriler und wütender Kommentare diskutiert.
Der Glas-Kasten, den man gerade schafft, wird nicht zu einer größeren Freiheit führen.

C : Ist jedes neue Album eine Stellungnahme ?

KR : Nein. Das ist ein Inventar, zu einem bestimmtem Zeitpunkt. Ich glaube immer noch an die Musik auf einem physisches Medium, weil sie erlaubt den Prozess einzufrieren, und zu vermeiden auf dasselbe Material zurückzukehren und die Versionen zu vervielfältigen; das ist ein “Statement”, eine Momentaufnahme.

C : Ich sehe deutlich eine Entwicklung in Ihrer Arbeit, sogar einen Aufbau.

KR : Ja das ist wahr.

C : Was ich zum Beispiel in Enghien gesehen habe, faud ich sehr ausgearbeitet, sehr präzise.

C : Haben Sie zu einem bestimmten Zeitpunkt Lust gehabt einen oder mehreren Tracks mit Worte oder einen Text zu unterlegen ?

KR : Auf « Automne Fold » und auf « OR », gibt es Tracks, die gesungen oder gesprochen sind und ich habe die Texte für die meisten selbst geschrieben.

C : Ja aber auf dem letzten Album « Solens Arc », meine ich ?

KR : Es ist wahr, dass es auf diesen Album keine Worte gibt, die Stimme ist auf ihren einfachsten Ausdruck reduziert, das heißt ihren Ton.

C : Ja das hört man, und übrigens hat es mich daran denken lassen, was Sie im Museum des Quai Branly gemacht haben.

KR : Das ist richtig, man kann auf bestimmten Stücken den Einfluss der Kehlen Gesänge von der Inuits hören, abstrakte Stimmen, auf die Atmung reduziert.

C : Mathematik, Philosophie, Kunst, Grafik, definieren diese Worte Ihre musikalische, instrumentalen Arbeit ? Und wie genau ? Ist das eine Gesamtheit?

KR : Mathematik, ja ein wenig, aber letztlich weniger als andere Künstler auf raster-noton, ich habe den Eindruck dass viele viel analytischer sind als ich. Ich bin letztlich jemand, der meiste Zeit direkt auf der Textur arbeitet, ein bisschen wie ein Bildhauer, oder ein Handwerker, und viel weniger theoretisch.

C : Mehr intuitiv ?

KR : Vielleicht aber vor allem organischer.
Was die grafische Arbeit betrifft, von meiner Ausbildung her, habe ich das in den Prozess integriert ohne mir zu viele Fragen zu stellen, das ist ganz einfach: wenn ich ein Album-Cover machen muss, mache ich Grafik-Design, wenn ich ein Video machen will, mache ich das Video. Es gibt viel verbundene Dinge, die ich selbst mache, aber die da für da sind meine Hauptarbeit, die das schaffen von Musik bleibt, zu tragen oder zu kommunizieren.

C : Es handelt sich somit mehr um eine Gesamtheit und Sie machen alles ganz allein ?

KR : Ja das ist richtig.

C : Das ist ein Wille, es ist für Sie notwendig ?

KR : Ja, es gibt mehrere Gründe dafür, wirtschaftliche natürlich, aber auch weil ich diese Haltung, fast Punk, “Do-It-Yourself” mag, die die Entwicklung und Demokratisierung der Technologie erlaubt hat.

C : Ja wir sind völlig in einer solchen Zeitströmung sowieso.

KR : Einer der weiteren Gründe ist dass ich ein bisschen ein « Kontroll Freak » bin, ich versuche mich immer mehr dazu zu zwingen, bestimmte akzessorische Sachen zur Musik weiter zu delegieren, aber ich finde dass man meistens niemals besser bedient wird als von sich selbst.

C : Brian Eno hat gesagt : «Mein Künstlerleben wurde durch die Entwicklung der Technologie bedingt ». Sie erstellen Verbindungen zwischen Musik, Video und Meta-Design, finden Sie sich in dem, was er gesagt hat wieder?

KR : In meiner Karriere als Musiker habe ich den Zeitpunkt erlebt an dem alles auf Computer gewechselt ist, zwischen meinen Anfängen, wo ich begonnen habe die Musik mit einem Sampler Akai mit 32MB RAM zu produzieren, und dem Augenblick an dem Supermarktcomputer stark genug wurden, um Musik-Software laufen zu lassen.
Es ist jetzt interessant, dass ich, wie viele Leute, wieder immer mehr zur Hardware zurückkomme, es gibt Zyklen.
Ich denke dass Brian Eno noch mehr verschiedene Phasen der Entwicklung gekannt hat; er hat angefangen bevor Computer irgendetwas interessantes oder verwendbares machen konnten, er war Zeuge mehrerer aufeinanderfolgender technologischer Revolutionen.
Heute sind wir natürlich nicht am Ende der technologischen Entwicklung, aber ich würde sagen, dass es zwischen dem neuen Mac Book Pro, der gerade herauskommt und dem, der vor zwei Jahren herausgekommen ist, keine großen Unterschiede gibt, außer einer bestimmten Leistung-Steigerung die oft durch eine Erhöhung der Ressourcen der für die Software notwendigen aufgefangen wird, jedenfalls gibt es keine ganz neuen Möglichkeiten, die eröffnet werden, keine wesentlichen Veränderungen.
Dagegen ist es offensichtlich dass eine größere Demokratisierung des Zugangs zu Audio-Techniken gibt. Jeder kann eine “gehackte” Ableton Version auf einem 300€ PC installieren und direkt anfangen Musik zu machen, das ist eine wichtige positive Entwicklung, das bedeutet nicht dass die gesamte Qualität besser wird, aber mindestens ist die technologische Barriere, die existierte als ich angefangen habe, verschwunden.
Die wahre Revolution wird sich schließlich ereignen wenn man sich aufhört die Frage zu stellen, wie die Maschine funktioniert und man sich völlig auf den Inhalt konzentrieren kann, was man damit macht.

C : Wird das Album zum den 24. Februar wertig sein ?

KR : Ja endlich !
Es war ein sehr komplexes Album-Cover, eine Schattierung von grau zu grau, und damit wahrscheinlich das schwereste, um es ordentlich zu drucken.
Das wird sehr schön, sehr minimal sein.

Neues Album : « Solens Arc », den 24. Februar 2014 auf der raster-noton Label.
www.kangdingray.com
www.raster-noton.net

INTERVIEW avec Kangding Ray

  • by C.EM
  • mars 3rd, 2014

Paris, le 5 février 2014 (par Skype),
A l’occasion de la sortie de son nouvel album « Solens Arc », vous pourrez découvrir une interview de David Letellier a.k.a. Kangding Ray.

Avec « Amber Decay », le premier extrait de votre nouvel album « Solens Arc », vous citez Noam Chomsky : « It only makes sense to seek out and identify structures of authority, hierarchy and domination in every aspect of life, and to challenge them ; unless a justification for them can be given, they are illegitimate, and should be dismantled, to increase the scope of human freedom. »
(« Chomsky on Anarchism » (AK presse), PARTIE 7 : « Anarchism, Marxism, and hope for the future » (1995))

: Qu’est-ce qui vous a amené à vous intéresser au travail de Noam Chomsky ?

KR : Je ne me suis pas inspiré de Noam Chomsky pour faire le morceau, cette référence est simplement venue ensuite pour illustrer le sens de la vidéo. La vidéo traite du thème de l’esthétique, de l’ordre : en montrant comment les systèmes d’oppressions peuvent produire de la beauté par la sérialité. Il y a deux niveaux de lecture : le niveau esthétique qui est l’abstraction géométrique de corps en mouvements parfaitement synchronisés, et le niveau caché qui est en fait l’oppression politique que cela sous-tend. Les images sont tirées de Arirang : un gigantesque spectacle de danse et de gymnastique synchronisée, qui a lieu tous les ans en Corée du Nord. Mais la vidéo n’est pas censée être une critique spécifique du système politique Nord-Coréen, elle a un sens plus large, que l’on peut appliquer à tous les systèmes de contrôle des masses, qu’ils soient politiques ou médiatiques.

: J’ai l’impression que les Etats-Unis sont une source d’inspiration (c’est présent dans votre travail), je pense par exemple à « Pruitt Igoe » ?

KR : Il se trouve que « Pruitt Igoe » était situé aux Etats-Unis, mais les idées du modernisme architectural dont il a marqué la fin ont été expérimentées partout dans le monde.
Le fait que ce projet ait été réalisé aux Etats-Unis a peut-être été une sorte de catalyseur pour créer une fin plus spectaculaire, et surtout beaucoup plus violente. Mais là encore, on peut y trouver un discours plus global, un parallèle entre la beauté théorique des idéaux modernistes et le caractère fasciste et totalitaire de ce que ce mouvement a parfois porté.

« Pruitt Igoe » était un très grand ensemble de logements sociaux, une ville nouvelle créée à Saint-Louis dans le Missouri, et conçue comme une ville idéale, construite sur les préceptes Corbuséens du modernisme, comme beaucoup de grands projets d’après guerre. Le projet a été conçu par l’architecte Yamasaki, qui construira plus tard le World-Trade Center, dont on connait la fin spectaculaire. L’idée de base était très positive et optimiste, avec beaucoup d’espaces communs et de verdure, et une grande mixité sociale et raciale.

Très rapidement après l’inauguration, l’ensemble est devenu un enfer, la délinquance a grimpé en flèche, les espaces communs sont devenus infréquentables et dangereux, et au bout de seulement quelques années, tous les locataires blancs s’étaient enfuis. La cité a finalement été détruite au début des années 70, alors que la plupart des bâtiments étaient déjà désertés depuis des années. On peut voir les images hallucinantes de ces rangées de barres de logements vides dans le film “Koyaanisqatsi” de Godfrey Reggio.
Le déclin rapide et violent de ce projet a été considéré ensuite comme la fin de l’époque moderne en architecture et le signal du début de l’ère post-moderne.

: Que chacun trouve sa place dans l’égalité des droits et des responsabilités, c’est une utopie, non ?

KR : Je ne suis pas certain que ce soit exactement ce que Chomsky veut exprimer, je ne suis pas un spécialiste de Chomsky, et je n’embrasse pas l’ensemble de son œuvre, mais c’est quelqu’un qui m’intéresse notamment pour ses propos sur l’anarchisme, la soumission volontaire et la création artificielle d’une autorité par la mise en place d’un “star-system” contrôlé, etc…
Pour revenir à votre question, toute utopie est bonne à prendre à mon avis, le fait qu’une idée soit trop belle pour être réalisable la rend d’autant plus forte. Les idées qui valent le coup d’être poursuivies sont la plupart du temps les idées qui ne sont pas encore réalisées, et surtout celles considérées comme irréalisables.

: Est-ce que vous, vous avez trouvé votre place ou au moins un équilibre justement ; et peut-être que cette égalité de vos droits et de vos responsabilités vous l’avez plus facilement trouvé en Allemagne qu’en France ?

KR : Je ne fais pas tellement l’apologie du système allemand, il a ses qualités et ses défauts, et d’ailleurs on ne peut généraliser la situation Berlinoise à toute l’Allemagne, la plupart des gens s’accordent pour dire que Berlin n’est pas vraiment en Allemagne. J’ai trouvé pour ma part mon équilibre dans cette ville, le rythme et le style de vie me conviennent bien. La situation d’étranger est finalement assez confortable, on n’a pas besoin de réagir et de se positionner constamment sur chaque polémique quotidienne, on peut se placer en “outsider”, prendre le temps et évaluer la situation de loin. Ici, les choses peuvent être un peu plus lentes, plus provinciales et surtout moins tendues, moins concentrées sur l’actualité.

: Il y a beaucoup d’artistes français à Berlin.

KR : Oui et il y a beaucoup de raisons, je ne pense pas que les raisons politiques soient les premières.

: À Berlin il y a une liberté et une facilité de création.

KR : Ça c’est sûr. Mais il faut quand même le dire, ce sont surtout des motifs économiques qui créent ce contexte. C’est la facilité à Berlin de trouver des espaces, de se loger et de vivre avec peu, qui fait que l’on peut vivre une vie d’artiste un peu plus longtemps qu’ailleurs. On est un peu moins préoccupé par sa survie. Et c’est ça l’énorme différence.

: Est-ce que pour vous la fonction sociale et politique de la musique est
importante ?

KR : Oui absolument, c’est même fondamental. Mais au delà de la musique en tant que pratique artistique, ce sont les contextes dans lesquels elle est jouée, présentée, dansée, qui sont importants. Les lieux de rassemblement, et notamment les clubs, pour ce qui est de la musique électronique, créent des zones autonomes, temporaires, avec leurs propres règles, qui permettent pour un temps donné de faire abstraction de l’espace public extérieur, qui semble de plus en plus contrôlé, vidéo-surveillé et privatisé.

: Ça se passe beaucoup dans les clubs d’ailleurs.

KR : Le club est un des derniers espaces de liberté réelle, où la privatisation, la vidéo-surveillance et l’auto-surveillance sociale n’a plus tellement de prise. L’exemple du « Berghain » de Berlin, où tout est presque autorisé, à part de prendre des photos, prouve que la vraie liberté est de pouvoir faire ce que l’on veut dans le respect des autres, sans être automatiquement filmé, pris en photo et posté sur Facebook. A l’extérieur la moindre déviance va être filmée, commentée, mise en ligne puis débattue à base de commentaires stériles et rageurs. La boite de verre que l’on est en train de créer ne débouchera pas sur une plus grande liberté.

: Chaque nouvel album est-il une prise de position ?

KR : Non. C’est un état des lieux à un moment donné. Je crois toujours à la musique sur un support physique car elle permet de geler le processus, d’éviter de revenir constamment sur le même matériel et de multiplier les versions, c’est un “statement”, un instantané.

: Je vois clairement une évolution dans votre travail, une construction même.

KR : Oui c’est vrai.

: Ce que j’ai vu à Enghien par exemple j’ai trouvé que c’était très abouti, très carré.

C: A un moment donné avez-vous eu envie de mettre des mots / un texte sur un ou plusieurs tracks ?

KR : Sur « Automne Fold » et sur « OR », il y a des tracks soit chantés soit parlés et j’ai écrit les paroles pour la plupart.

: oui mais sur le dernier album « Solens Arc », je voulais dire ?

KR : C’est vrai que sur cet album, il n’y a pas de mots, la voix y a été réduite à sa plus simple expression, c’est à dire à son son.

: Oui ça on l’entend, et d’ailleurs ça m’a fait penser à ce que vous aviez fait au musée du Quai Branly.

KR : C’est vrai, on peut entendre sur certains morceaux l’influence des chants de gorges inuits, des voix abstraites, réduites à une respiration.

: Mathématiques, philosophie, arts, arts graphiques, est-ce que ces mots définissent votre travail musical / instrumental? Et comment, plus précisément ? Est ce que c’est un tout ?

KR : Mathématiques, oui un peu, mais finalement moins que d’autres artistes sur raster-noton, j’ai l’impression que beaucoup sont beaucoup plus analytiques que moi. Je suis finalement quelqu’un qui travaille la plupart du temps directement sur la texture, un peu comme un sculpteur, ou un artisan, beaucoup moins théorique.

: Plus intuitif ?

KR : Peut-être, mais surtout plus organique.
Pour ce qui est des arts graphiques, de par ma formation, j’ai intégré ça dans le processus sans trop me poser de questions, c’est assez simple : quand j’ai besoin de faire une pochette de disque, je fais du design graphique, quand je veux faire une vidéo, je fais de la vidéo. Il y a beaucoup de choses associées que je fais moi-même, mais qui sont là pour supporter ou pour communiquer mon métier principal qui reste producteur de musique.

: Donc c’est plutôt un tout et vous faites tout, tout seul ?

KR : Oui c’est ça.

: C’est une volonté, c’est nécessaire pour vous ?

KR : Oui, il y a plusieurs raisons à ça, économiques bien sûr, mais aussi parce que j’aime cette attitude, presque punk, “Do-It-Yourself”, autorisée par le développement et la démocratisation de la technologie.

: Oui on est totalement dans un courant comme ça de toute façon.

KR : Une des autres raisons est que je suis un peu un « control freak », j’essaye de me forcer de plus en plus à déléguer certaines choses annexes à la musique, mais je trouve que la plupart du temps, on n’est jamais mieux servi que par soi même.

: Brian Eno a dit : « ma vie d’artiste a été conditionnée par l’évolution des technologies ». Vous qui créez des liens entre musique, vidéo et meta-design, vous vous retrouvez dans ce qu’il a dit ?

KR : Dans ma carrière de musicien, j’ai vu le moment où tout a basculé vers les ordinateurs, entre mes débuts où j’ai commencé à produire de la musique avec un sampler Akai à 32MB de RAM et le moment où n’importe quel ordinateur de supermarché est devenu suffisamment puissant pour faire tourner les logiciels de musique.
Ce qui est intéressant c’est que maintenant, comme beaucoup de monde, je reviens de plus en plus au hardware, il y a des cycles.
Je pense que Brian Eno a connu encore plus de phases d’évolutions différentes ; il a commencé avant même que les ordinateurs puissent faire quoique ce soit d’intéressant ou d’utilisable, il a été témoin de plusieurs révolutions technologiques successives.
Aujourd’hui, nous ne sommes bien sûr pas arrivés au bout du développement technologique, mais je dirai qu’entre le nouveau MacBook Pro qui sort et celui d’il y a deux ans, il n’y a pas de différences majeures, à part une certaine augmentation des performances, mais souvent compensée par une augmentation des ressources nécessaires pour faire tourner les logiciels, en tout cas il n’y a pas de possibilité tout-à-fait nouvelle qui s’ouvre, aucun changement majeur.
Par contre, il est évident qu’il y a une plus grande démocratisation de l’accès aux techniques audio ; n’importe qui peut maintenant installer une version “crackée” d’Ableton sur un PC à trois cents euros, et commencer à faire de la musique directement, c’est une évolution positive majeure, ça ne veut pas dire que la qualité globale s’améliore, mais au moins, la barrière technologique qui existait quand j’ai commencé a disparu.
La vrai révolution se passera finalement quand on arrêtera de se poser la question de comment fonctionne la machine, et qu’on pourra enfin se concentrer  pleinement sur le contenu de ce que l’on fait avec.

: L’album va être prêt pour le 24 février ?

KR : Oui, enfin !
C’était une pochette très complexe à produire, un dégradé du gris au gris, donc probablement ce qu’il y a de plus difficile à imprimer correctement.
Ca va être très beau, très minimal.

Nouvel Album : « Solens Arc », le 24 février 2014 sur le label raster-noton
www.kangdingray.com
www.raster-noton.net